Ukrainische Soljanka: Ein würziger Klassiker mit Erinnerungen

Ukrainische Soljanka: Der Geschmack meiner Kindheit

Wenn ich an die ukrainische Soljanka denke, kommen mir sofort die wärmenden Düfte in den Sinn, die meine Großmutter Küche durchzogen, wenn sie dieses köstliche Gericht zubereitete. Soljanka war bei uns nicht nur eine einfache Suppe – sie war das Herzstück vieler Mahlzeiten, ein wahres Fest für die Sinne und ein Stück Heimat, das uns immer wieder zusammenbrachte. In unserer Familie war die Soljanka so etwas wie das ultimative Wohlfühlessen, das uns an kalten Tagen wärmte und bei Festen alle glücklich machte.

Die Zutaten: Ein bisschen von allem

Die Zubereitung der Soljanka war bei uns immer ein kleines Abenteuer. Es war die Suppe, die meine Großmutter oft kochte, wenn Reste verwertet werden mussten – eine echte Restesuppe, aber mit so viel Geschmack, dass wir uns regelrecht darauf freuten. Sie sammelte Wurstabschnitte, Reste von Braten, ein Stück Speck hier und da – alles kam in den großen Topf. Für uns Kinder war es immer spannend zu sehen, welche Zutaten diesmal ihren Weg in die Suppe fanden.

Die Basis der Soljanka bestand bei uns immer aus einer kräftigen Brühe, die mit Tomatenmark, Paprika und Lorbeer gewürzt wurde. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Großmutter die Zwiebeln und Gewürzgurken fein hackte – das Knacken der Gurken und das Brutzeln der Zwiebeln in der Pfanne sind Geräusche, die für mich untrennbar mit diesem Gericht verbunden sind. Der besondere Clou waren die sauren Zutaten – Gurkenwasser und manchmal auch ein Spritzer Zitronensaft, die der Suppe diese unverwechselbare, leicht säuerliche Note verliehen.

Die Zubereitung: Ein Familienritual

Die Zubereitung der Soljanka war bei uns fast ein kleines Ritual. Wenn ich meiner Großmutter in der Küche zusah, wie sie die Zutaten schnitt und sorgfältig in den Topf gab, fühlte ich mich immer ein bisschen erwachsener, weil ich helfen durfte. Die Wurst- und Fleischreste wurden in mundgerechte Stücke geschnitten und zusammen mit den Zwiebeln und Gurken in der Brühe aufgekocht. Der Duft, der dabei durch das Haus zog, war einfach unwiderstehlich – eine Mischung aus würzigem Fleisch, süßen Tomaten und sauren Gurken.

Besonders spannend war für mich immer der Moment, wenn meine Großmutter das Gurkenwasser und den Zitronensaft hinzufügte. Der Geschmack veränderte sich dadurch schlagartig – die Suppe bekam diese herrliche Säure, die sie so besonders machte. Ich liebte es, mit dem großen Holzlöffel in der Suppe zu rühren und zu sehen, wie sich alle Zutaten miteinander vermischten, bis die Soljanka schließlich fertig war.

Auch interessant:  Böhmische Knödel nach DDR-Rezept: Ein traditioneller Klassiker

Soljanka: Mehr als nur eine Suppe

Für unsere Familie war Soljanka weit mehr als nur eine Suppe. Sie war die ideale Mahlzeit für kalte Wintertage, wenn man nach Hause kam und sich nach etwas Herzhaftem sehnte. Aber auch bei Festen und Familienfeiern durfte die Soljanka nie fehlen. Meine Großmutter bereitete oft einen großen Topf davon zu, der den ganzen Abend über auf dem Herd stand und aus dem sich jeder nach Belieben bedienen konnte. Es war diese Art von Essen, die man einfach immer wieder gerne isst, weil sie so vielfältig und sättigend ist.

Auch heute noch ist die ukrainische Soljanka für mich ein Stück Heimat. Wenn ich sie koche, denke ich an die vielen Male zurück, als wir als Familie um den Tisch saßen, die dampfende Suppe vor uns und das gemeinsame Lachen und Erzählen. Der Geschmack der Soljanka – die Kombination aus würzigem Fleisch, sauren Gurken und der leicht scharfen Brühe – ist für mich der Inbegriff von Geborgenheit und Wärme.

Soljanka heute: Ein Klassiker, der bleibt

Auch wenn ich inzwischen viele verschiedene Gerichte koche, bleibt die Soljanka ein fester Bestandteil meiner Küche. Sie ist nicht nur ein wunderbares Gericht, um Reste sinnvoll zu verwerten, sondern auch eine Suppe, die immer wieder begeistert. Besonders an kalten Tagen, wenn man sich nach etwas Herzhaftem und Wärmendem sehnt, gibt es für mich nichts Besseres als eine Schüssel ukrainische Soljanka.

Und so, wie meine Großmutter es gemacht hat, bereite ich die Soljanka immer noch mit viel Liebe und Sorgfalt zu. Es ist ein Stück Tradition, das ich gerne weiterführe und das mich jedes Mal aufs Neue mit meiner Familie und meiner Heimat verbindet. Wenn du Lust auf ein Gericht hast, das nicht nur den Magen, sondern auch das Herz wärmt, dann probiere doch mal die ukrainische Soljanka – sie ist ein echter Klassiker, der immer wieder Freude bereitet.

Fazit: Ukrainische Soljanka – Eine Suppe mit Seele

Die ukrainische Soljanka ist mehr als nur eine Suppe – sie ist ein Stück Familiengeschichte, ein Ausdruck von Gastfreundschaft und ein Symbol für die einfache, aber geschmacklich intensive Küche der Ukraine. Mit ihrer kräftigen Brühe, den vielfältigen Einlagen und der charakteristischen Säure bietet sie ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das jeden Gaumen erfreut. Probier es aus und lass dich von dieser würzigen Nationalsuppe begeistern – sie wird auch in deiner Küche ein Highlight sein.

Ukrainische Soljanka

Ukrainische Soljanka

Die ukrainische Soljanka ist eine wunderbar pikant-würzige Nationalsuppe, die auch außerhalb der Sowjetunion großen Anklang gefunden hat. Obwohl wir für ihre Zubereitung einige Rohstoffe mehr als für andere Suppen benötigen, ist sie doch sehr ökonomisch herzustellen, da Wurst,- Braten- und Speckabschnitte verwendet werden können, die in jedem Haushalt anfallen. Variationen der in der Rezeptur angegebenen Rohstoffe in Menge und Qualität bleiben dem versierten Hobbykoch selbstverständlich offen.

Rezept-Bewertung

5 von 19 Bewertungen

Zum Bewerten auf die Sterne klicken!

Gericht Hauptgericht
Küche Sowjetunion
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

Zubereitung
 

  • Speck, Schinken, Braten, Salami und Gurken in Streifen schneiden, Zwiebeln würfeln.
  • Speck auslassen, anschließend die Zwiebelwürfel zugeben und glasig anschwitzen.
  • Schinken, Braten, Salami und Gurke zugeben und gleichfalls kurze Zeit anschwitzen.
  • Mit Tomatenmark ablöschen, Brühe und - wenn möglich - etwas Gurkenfond auffüllen, Soljanka kurz aufkochen, abschmecken mit Salz, Pfeffer, Knoblauch.
  • Anrichten mit Kapern, einer geschälten, entkernten Zitronenscheibe, saurer Sahne:
  • Die Soilanka ist eine ungebundene Suppe.
  • Ihre interessante, pikante Geschmacksnote bekommt sie durch den Rauchgeschmack des Specks und der Wurst, verbunden mit der säuerlichen Gewürzgurke, der sauren Sahne und Zitrone.
  • Soljanka darf getrost ein wenig fettig sein, oft haben wir ja auch einen Wodka zur Verdauungsförderung im Kühlschrank bereit.
Schlagwörter Hauptgericht, International, Sowjetunion
Du hast dieses Rezept ausprobiert?Lass uns wissen, wie es war!

Ukrainische Soljanka

Ukrainische Soljanka © Bildagentur PantherMedia / brebca

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Rezept-Bewertung