Gebratener Broiler: Ein Festtagsklassiker aus der DDR-Küche
Der gebratene Broiler war in der DDR ein beliebtes Gericht, das sowohl zu Hause als auch in staatlichen Gaststätten und Restaurants oft auf den Tisch kam. Broiler, das ostdeutsche Wort für Hähnchen, bezeichnet ein junges, zartes Huhn, das besonders saftig und schmackhaft ist. Der gebratene Broiler war ein Highlight in der DDR-Küche und wurde oft zu festlichen Anlässen serviert, da Hähnchenfleisch in dieser Zeit nicht alltäglich war.
Ein festliches Gericht für besondere Anlässe
In der DDR galt der gebratene Broiler als etwas Besonderes, da Hühnerfleisch nicht ständig verfügbar war und daher oft für festliche Gelegenheiten aufgehoben wurde. Ob zu Geburtstagen, Feiertagen oder Familienfeiern – wenn ein Broiler auf den Tisch kam, wusste jeder, dass es ein besonderer Tag war. Ich erinnere mich gut daran, wie meine Mutter den Broiler im Ofen zubereitete, während der Duft von knusprig gebratenem Hähnchen die Küche erfüllte und die Vorfreude auf das Essen ins Unermessliche stieg.
Traditionelle Zubereitung und beliebte Beilagen
Die Zubereitung des gebratenen Broilers war in der DDR meist einfach, aber dennoch raffiniert. Das Hähnchen wurde mit einer Mischung aus Gewürzen eingerieben und dann im Ofen goldbraun gebraten. Besonders beliebt war es, das Hähnchen mit einer Soße aus Sahne und Pilzen zu servieren, die dem Gericht eine zusätzliche, cremige Note verlieh.
Typische Beilagen waren Kartoffeln, die entweder als Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Bratkartoffeln serviert wurden, sowie frisches Gemüse und Salat. Diese Kombination machte den gebratenen Broiler zu einer vollwertigen Mahlzeit, die nicht nur sättigte, sondern auch ein Genuss für den Gaumen war.
Der gebratene Broiler in der DDR: Ein Symbol für festliche Momente
Der gebratene Broiler war mehr als nur ein einfaches Hähnchengericht – er war ein Symbol für festliche und besondere Momente in der DDR. In einer Zeit, in der nicht alle Lebensmittel immer verfügbar waren, war das Hähnchenfleisch ein wertvolles Gut, das mit Bedacht und nur zu besonderen Anlässen zubereitet wurde. Wenn die Familie zusammenkam, um einen Broiler zu genießen, war das nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein Ausdruck von Gemeinschaft und Feierlichkeit.
Ich erinnere mich noch gut an die vielen Sonntage und Feiertage, an denen meine Familie sich um den Tisch versammelte und wir gemeinsam den gebratenen Broiler genossen. Es war immer ein besonderer Moment, wenn das knusprige Hähnchen aus dem Ofen kam und auf den Tisch gestellt wurde. Diese Erinnerungen sind tief in mir verankert und lassen mich noch heute an die besonderen Zeiten zurückdenken, in denen der gebratene Broiler eine Hauptrolle spielte.
Der gebratene Broiler heute: Ein zeitloser Klassiker
Auch heute hat der gebratene Broiler nichts von seiner Beliebtheit verloren. In der ostdeutschen Küche ist er nach wie vor ein gern gesehenes Gericht, das in vielen Restaurants und Gaststätten auf den Speisekarten zu finden ist. Seine einfache, aber geschmackvolle Zubereitung und die Vielfalt der möglichen Beilagen machen ihn zu einem zeitlosen Klassiker, der immer wieder gerne gegessen wird.
Für mich bleibt der gebratene Broiler ein Stück Heimat und ein Symbol für die besonderen Momente, die ich mit meiner Familie geteilt habe. Wenn ich heute einen Broiler zubereite, erinnere ich mich an die vielen Male, als wir gemeinsam dieses Gericht genossen haben, und freue mich, dass diese Tradition weiterlebt.
Fazit: Gebratener Broiler – Ein festliches Gericht mit Tradition
Der gebratene Broiler ist mehr als nur ein einfaches Hähnchengericht – er ist ein fester Bestandteil der DDR-Küche und ein Symbol für festliche Anlässe. Mit seiner knusprigen Haut, dem saftigen Fleisch und der Möglichkeit, ihn mit einer Vielzahl von Beilagen zu kombinieren, bleibt der gebratene Broiler ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch viele Menschen begeistert. Egal, ob zu besonderen Anlässen oder als schmackhaftes Sonntagsessen – der gebratene Broiler ist ein Gericht, das in der ostdeutschen Küche immer seinen festen Platz behalten wird.
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Gebratener Broiler
Rezept-Bewertung
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Zutaten
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Möhre
- 50 g Butter
- 1/2 TL Paprika, edelsüß
- 1 Broiler, ca. 1 kg
- 1 Liter Hühnerbrühe
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Die Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden, die Möhre grob schneiden.
- 10 Gramm Butter mit dem Paprikapulver vermengen.
- Den Broiler waschen, trockentupfen, innen und außen mit Pfeffer einreiben. Flügel am Rücken verschränken, Schenkel zusammenbinden.
- Den Broiler mit der Brust nach unten in einen Bräter legen, mit zerlassener Butter übergießen, Zwiebel und Möhre zugeben und in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen schieben.
- Den Broiler nach 30 Minuten im Bräter wenden, mit etwas Brühe übergießen und die Hitze leicht reduzieren. Den Broiler weitere 30 Minuten gar braten und mehrmals mit der Paprikabutter bestreichen. Bei Bedarf Brühe nachgießen.
- Nach 1 Stunde den Broiler aus dem Ofen nehmen und warm stellen.
- Den Bratensatz aus dem Bräter mit etwas Brühe aufkochen, durch ein Sieb in einen Soßentopf geben und kurz einkochen.
- Den Broiler tranchieren und auf einer vorgewärmten Platte anrichten. Soße dazu in einer Sauciere servieren. Als Beilage passen Knödel oder Petersilienkartoffeln mit einem grünen Salat dazu.
Gebratener Broiler © Bildagentur PantherMedia / Mykola Lunov